Länder

Bleibende Wirkung in den Herzen

 

Päckchenverteilung an Schulen

Bei einem Weihnachtsfest von LICHT IM OSTEN in Kischinau (Moldawien) standen ein kurzes Theaterstück mit der biblischen Weihnachtsbotschaft, Spiele, gemeinsames Singen und das Verteilen von Weihnachtspäckchen auf dem Programm. Die Freude über die wunderschönen Geschenke aus Deutschland war riesengroß. Die stellvertretende Direktorin bedankte sich ausführlich bei uns. Dabei erwähnte sie, dass in ihren Klassen viele sozial benachteiligte Kinder seien, die aus sehr schwierigen Familienverhältnissen kommen. Sie hatte ihre Schüler hierher gebracht, damit sie „gute Dinge hören“, denn sie glaube, „dass diese guten Wahrheiten uns zum Guten verändern können“.

Auch im Rahmen des Ethikunterrichts, den unsere Mitarbeiter in Moldawien an vielen Schulen geben, wurde Weihnachten gefeiert. Als die Päckchen verteilt worden waren, schwirrten begeisterte Rufe durch den Klassenraum: „Schaut mal, ich habe Bunt-stifte bekommen!“ „Ich auch! Ich hab die gleichen wie du.“ „Und ich ein Federmäppchen.“ „Guck, ich hab das gleiche Spielzeug wie du!“ Glücklich bestaunten sie alles, was sie aus ihren Päckchen hervorholten.

Die Lehrer der Grundschulklassen von dem moldawischen Dorf Tschumaj brachten ihre tiefe Dankbarkeit zum Ausdruck für das Geschenk, so viele glückliche Kinderaugen sehen zu können. Nach der Vorfreude auf ihre Päckchen waren die Momente, in denen die Kinder dann die Päckchen aufmachten, von so starken Gefühlen begleitet, dass sie kaum mit Worten beschrieben werden können. Denn die-se Kinder kommen aus sehr armen Verhältnissen. „Wow, das ist genau das, was ich mir schon immer gewünscht habe!“ „Oh, das ist mein Traum!“ „Wie cool!“ „Ball, Puppe, Mütze, Spielzeug, Stifte, Süßigkeiten!“ „Schau mal, ein Spielzeugauto!“ „Diese Mütze passt mir ganz genau!“ „Und so viele Süßigkeiten!“ Den Kindern blieb vor Erstaunen der Mund offen stehen. Sie waren so begeistert, dass sie nicht nach Hause gehen wollten. Auch ihre Anoraks hätten sie trotz der kalten Temperaturen vergessen, wenn die Lehrer sie nicht daran erinnert hätten. Die Lehrer lassen Ihnen mitteilen: „Mit Ihren Geschenken haben Sie unseren Schülern gezeigt, dass Träume in Erfüllung gehen können. Die Geschenke sind mit großer Wärme, Liebe und Sorgfalt zusammengestellt worden. Und der Inhalt der Päckchen ist für unsere Kinder hier extrem nützlich. Vielen Dank für all Ihre Fürsorge!“

 

Weihnachtspäckchen für bedürftige Dorfbewohner

Arina geht in die 6. Klasse. Ihre Mutter und Großmutter sind beide Alkoholikerinnen, die sich nicht um Arina und ihre Geschwister kümmern. Deshalb lebt Arina bei ihrer älteren Schwester in einer ärmlichen Hütte. Ihre große Schwester hat einige Hirntumore. Arina kann sich das Mittagessen, das in der Schule angeboten wird, nicht leisten, aber sie lernt mit großer Wissbegierde. Als sie die Geschenke sah, war sie sehr glücklich. „Vielen Dank, dass Sie zu uns gekommen sind“, sagte sie.

Infolge eines misslungenen Abtreibungsversuchs kam Dascha mit einer Zerebralparese (Lähmungserkrankung) zur Welt. Inzwischen ist sie 18 Jahre alt. Ihre Beine sind vollständig gelähmt, die Funktion ihrer rechten Hand ist stark eingeschränkt, ihre linke Hand funktioniert etwas besser. Weil Dascha nicht zur Schule gehen kann, kommt ein Lehrer zu ihr nach Hause in ihre Hütte und unterrichtet sie. Wenn er nicht da ist, sitzt sie stets in ihrem Rollstuhl in der kärglichen Hütte und hat viel Langeweile. Dank des Lehrers hat sie jedoch lesen und schreiben gelernt. Sie liebt es, Handarbeiten mit Perlen zu machen. Dascha ist ein hochintelligentes Mädchen und hat ein sehr hohes Sprachniveau. Als unsere Mitarbeiter sie besuchten und sie ihr Weihnachtspäckchen öffnete, hielt sie regelrecht den Atem an, denn was sie da entdeckte, war eine Box mit Perlen – genau das, womit sie so gerne handarbeitet. Sie ließ sich zu einem Weihnachtsgottesdienst einladen und war sehr glücklich, dort andere Jugendliche kennenzulernen. „Ich bin so dankbar, dass ihr mich hierher gebracht habt“, sagte sie.

 

Eine Bibel im Päckchen

Auch Daschas Bruder Maxim (19 Jahre) ist von seiner alleinerziehenden Mutter großgezogen worden. Er und Dascha haben noch fünf weitere Geschwister. Der Vater hat die Familie schon lange verlassen. Wegen seiner kranken Schwester ist seine Mutter nicht in der Lage, arbeiten zu gehen und den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen. Die staatliche Hilfe, die sie für die P?ege ihrer kranken Tochter bekommt, ist miserabel. Sie wohnen sehr arm und eng beieinander in einer Hütte, in der es weder eine Toilette noch ein Bad gibt. Der kleine Ofen, den sie haben, heizt zwei Zimmer und raucht ständig. In der kalten Küche bereitet die Mutter das Essen zu, wäscht das Geschirr ab und versorgt die Kinder. Sie ist eine bemerkenswerte Mutter, Maxim verehrt sie sehr. Um irgendwie über die Runden zu kommen, halten sie Haustiere und Ge?ügel und verkaufen sie. Maxim geht in die 12. Klasse. Mit einem Sporttrainer seiner Schule zusammen hat er begonnen, in der Bibel zu lesen. Es dauerte nicht lange, da entstand der brennende Wunsch in seinem Herzen: „Ich möchte so gerne eine eigene Bibel haben. Ich möchte darin lesen können, wann und wo ich will.“ Wie glücklich war Maxim, als er in seinem Weihnachtspäckchen das so sehr ersehnte Neue Testament entdeckte. Er umarmte es wie einen großen Schatz, strahlte vor Glück und sagte: „Nun besitze ich ein eigenes Neues Testament!“

 

Beschenkte Senioren

Es war schon spät, als unsere bulgarischen Mitarbeiter im Altenheim im Dorf Wladimirowo ankamen. Normalerweise liegen zu dieser Zeit die Bewohner schon längst im Bett. Aber, o Wunder – alle Bewohner des Altenheimes hatten sich im Halbkreis unten im Saal versammelt. Keiner fehlte, einige waren mit ihren Krücken da, andere saßen im Rollstuhl, manche auf unbequemen Stühlen, aber im Saal herrschte absolute Stille, die erfüllt war mit gespannter Erwartung. Als unser Team hereinkam, begannen die Leute zu klatschen. Ihre Gesichter strahlten. „Sie warten schon seit zwei Stunden auf Sie, keiner hat sich in der Zeit vom Fleck gerührt“, erzählte die Heimleiterin. Ihre Worte der Dankbarkeit rührten unsere Mitarbeiter zutiefst – der Dankbarkeit für den Besuch, für die Predigt von der Geburt Christi und für die wunderschönen, nützlichen Geschenke.

In der Stadt Kula war es dem Mitarbeiterteam von LICHT IM OSTEN-Bulgarien sogar erlaubt, Bettlägerige in ihren Zimmern zu besuchen, etwas, was sonst fast nirgendwo praktiziert wird. Beim Eintreten in ein Zimmer ertönte der Gruß „Roschdestwo!“ (frohe Weihnachten). Dann half ein Mitarbeiter beim Auspacken: Sie schauten in das Päckchen – viele schöne und nützliche Sachen kamen zum Vorschein: Handschuhe, Mütze, Schal, Zahnbürste, Zahnpasta, Creme, Kulis, Notizblock und viele Süßigkeiten… Welch eine Freude für den Beschenkten!

 

Weihnachtsgeschenke für Waisenkinder

In einem Waisenhaus der Stadt Belogradtschik (Bulgarien) wurden unsere Mitarbeiter von den Kindern im Alter zwischen 4 und 18 Jahren bereits am Haupteingang freudig erwartet. Freiwillig und eifrig halfen sie beim Aufbau des Szenenbildes für die weihnachtliche Theateraufführung. Ein Mitarbeiter hatte die Rolle eines Engels, weshalb er zweimal über den Vorhang in das Publikum schauen konnte. Er war überrascht, wie interessiert die Kinder zuschau-ten. Kein einziges Mal mussten sie ermahnt werden, leise zu sein. Zum Schluss wurden die Weihnachtspäckchen verteilt. Die Kinder packten begeistert aus, tauschten manche kleinen Sachen untereinander und schenkten sich gegenseitig sogar von den größeren Geschenken aus ihrem Päckchen. Jeder sollte das bekommen, was er braucht, fanden sie. Ihre Gesichter strahlten.