Schuldirektorin äußert sich überwältigt: „Niemand macht, was Sie machen!“

Rumänien: Afterschool-Projekt trägt Früchte

Im Rahmen des Afterschool-Projekts in Rumänien erhalten ca. 50 sozial benachteiligte Romakinder dreimal in der Woche nach dem Schulunterricht eine warme Mahlzeit und Hilfe bei den Hausaufgaben. Die Projektleiter Paula und Florin Boruga berichten:

„Während der letzten Wochen durften wir aufgrund der Corona-Regelungen weder Mahlzeiten für die Kinder bereiten noch uns mit ihnen zum Lernen treffen. Das war sehr schwer für uns alle: für die Mitarbeiter und für die Kinder, die ohne die so wichtige emotionale Zuwendung sehr unter den Kontaktverboten litten.

Statt der Mahlzeiten haben wir den Familien der Kinder Lebensmittelpakete nach Hause gebracht: Mehl, Öl, Zucker, Nudeln, Margarine, Konserven, Wurst, Rahm, Bohnen, Süßigkeiten. Mit Gottes Hilfe konnte auch das vergangene Schuljahr trotz allem erfolgreich abgeschlossen werden. Alle Kinder unseres Projekts haben das Klassenziel erreicht und vier unserer Mädchen werden ab Herbst sogar das Gymnasium besuchen. Welch ein Segen!

Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit der Schuldirektorin. Neulich sagte sie uns: ‚Niemand macht, was Sie machen! Niemand sonst kümmert sich um diese Kinder und deren bedürftige Familien. Durch den Lockdown haben viele Eltern über Nacht ihre Arbeit auf dem Feld als Tagelöhner verloren. Sie haben buchstäblich nichts, was sie auf den Tisch bringen können.‘ Als die Direktorin im Gespräch von uns erfuhr, dass wir auch in dieser schwierigen Zeit Lebensmittel und die ausgedruckten Unterrichtsmaterialien zu den Kindern bringen und ihnen so gut wie möglich über den Zaun hinweg helfen, war sie zu Tränen gerührt. Sie konnte es nicht fassen.

Wir freuen uns von Herzen über die Lernerfolge der Kinder und danken allen, die hinter unserem Dienst stehen, durch den wir den Kindern an Leib, Seele und Geist helfen wollen. In Abhängigkeit von den bevorstehenden neuen Corona-Regelungen planen wir nun die Durchführung mehrerer Tagesfreizeiten. Auch wenn wir dafür weder wegfahren noch gemeinsam übernachten werden, ist es für die Kinder ein lang ersehntes Ereignis. Wir wollen sie nicht enttäuschen und alles dransetzen, um dies zu ermöglichen, obwohl es einen beachtlichen zusätzlichen Aufwand – auch finanziell – bedeuten wird: Wir dürfen nicht selbst kochen und müssen das Essen in hygienisch abgepackten Einzelportionen von einer Kantine bestellen, wir benötigen viele Desinfektionsmittel, Schutzmasken, Einwegflaschen etc. Dennoch sind wir überzeugt, dass diese Tage den Kindern ein Stück weit das zurückgeben werden, worauf sie so lange Zeit verzichten mussten: ihr Kind-Sein auszuleben. Wir erwarten bis zu 80 Kinder und wollen ihnen über alle Spielfreude hinaus auch die Hoffnung des Evangeliums vermitteln durch entsprechende Andachten, Lieder und verschiedene Aktionen. Bitte begleiten Sie uns weiterhin im Gebet, damit Gott Frucht entstehen lässt.“

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