Viel besser als die Mär vom goldenen Ei

Russland: Neues Hilfsprojekt – Hühner statt Eier für bedürftige Familien

Pjotr Lunitschkin, Leiter von LICHT IM OSTEN Russland berichtet:

„ ‚In einer volkstümlichen Geschichte aus Russland erzählt man sich: Ein Opa und eine Oma hatten ein buntgeschecktes Huhn, dass nie ein Ei gelegt hatte. Eines Tages legte es ein goldenes Ei und der Opa und die Oma versuchten vergeblich, es auf dem Tisch zu öffnen, aber es gelang ihnen einfach nicht. Da kam eine Maus und berührte das Ei mit ihrem Schwänzchen und das Ei fiel auf den Boden, wo es zerbrach. Der Opa und die Oma weinten bitterlich. Da sagte das Huhn: Seid nicht traurig, ich werde Euch künftig viele Eier legen, nicht aus Gold, aber mit Ei und Dotter.‘

Natürlich glauben wir nicht an solche Geschichten und wissen, dass Hühner keine goldenen Eier legen, ein einfaches Ei aber schon. Man sagt, eine gute Legehenne legt pro Jahr 300 bis 340 Eier. Zehn Hühner würden demnach mindestens 3.000 Eier pro Jahr legen. Das ist großartig.

Die wirtschaftliche Situation unter der Bevölkerung verschlechtert sich zunehmend infolge der Pandemie, welche auch unser Land massiv getroffen hat. Neben Senioren geraten gerade auch immer mehr Familien an den Rand der Existenz. Diese Entwicklung veranlasste uns, uns Gedanken zu machen, auf welche Weise wir der wachsenden Not begegnen können. So hatten wir die Idee zu einem nachhaltigen Hilfsprojekt bekommen und beschlossen, junge Legehennen zu kaufen, um sie an bedürftige Familien zu verschenken, die ein kleines Grundstück besitzen. Dieses Projekt nannten wir in Anlehnung an die volkstümliche Geschichte ‚Buntscheckiges Hühnchen‘.

Im Rahmen dieses Projekts haben wir 600 Legehennen und 60 Hähne gekauft und jeweils zehn Legehennen und einen Hahn pro Familie verschenkt. Mit Hilfe des Leiters des nationalen Kulturzentrums ‚Haus der Freundschaft‘ konnten wir entsprechende kinderreiche bedürftige Familien ermitteln, darunter auch etliche Auswandererfamilien aus Tadschikistan, denen wir die Tiere schenken konnten.

Bei der Übergabe erklärten wir den Familien: ‚Die Bestimmung der Legehennen liegt darin, Eier zu legen. Die Bestimmung des Hahns ist es jedoch, täglich an den Apostel Petrus aus der Bibel zu erinnern.‘  Wir haben ihnen dann dazu die biblische Geschichte erzählt, wie der Apostel Petrus seinen Erlöser dreimal verleugnet und später bitterlich darüber geweint hatte und dann in großer Treue ihm diente. Diese Geschichte nahmen wir auch zum Anlass, ihnen zusätzlich ein von LICHT IM OSTEN herausgegebenes Neues Testament zu überreichen.

Wir glauben, dass wir mithilfe der Aktion die Familien dabei unterstützen können, deren finanzielle Situation ein wenig aufzubessern, indem sie nun die Möglichkeit haben, einen Teil der Eier auch an andere zu verkaufen. Und außerdem hoffen wir, wenn sie den allmorgendlichen Gesang des Hahns hören, dass sie sich an unsere Verkündigung des Evangeliums erinnern und dann über ihre Beziehung zu Jesus Christus, ihrem Erlöser, nachdenken.

Auf die Aktion wurde auch das Fernsehen aufmerksam, so dass es über dieses Projekt eine Reportage mit Interview im Fernsehen zu sehen gab. Mit solch einer Resonanz und einer solch breiten Wirkung in der Öffentlichkeit haben wir niemals gerechnet.“

 

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