Den Menschen nahe – trotz Abstand

Kasachstan: Individuelle Hilfe lindert Not

Für unsere Geschwister in Kasachstan ist es wertvoll, sich mit der weltweiten Gemeinde Jesu verbunden zu wissen, gerade jetzt, da in Kasachstan aufgrund der Corona-Pandemie strenge Regelungen herrschen.

- Nur eine Person pro Haushalt darf das Haus zum Einkaufen oder zum Arzt verlassen und darf sich dabei nur in einem Radius von 2 km Radius bewegen. Personen über 65 Jahren dürfen gar nicht aus dem Haus. So sind viele hilfsbedürftige Menschen auf sich selbst gestellt.

- Hunderttausende von Tagelöhnern, die immer von der Hand in den Mund lebten, hungern nun, da sie keine Verdienstmöglichkeiten mehr haben.

- Um die Einhaltung der Bestimmungen zu überprüfen und keine Unruhen aufkommen zu lassen, herrscht eine große Polizeipräsenz. Es kommt sogar vor, dass Häuser mit infizierten Bewohnern gekennzeichnet werden.

Unsere Geschwister bitten um Weisheit, wie sie in dieser Situation am besten Licht und Salz für die Menschen sein können.

 

Aset Umirschanowa, Leiterin vom HAUS DER HOFFNUNG, schreibt:

„Über WhatsApp haben wir Kontakt zu vielen bedürftigen Menschen. Mit Unterstützung der Schweizer Hilfsorganisation HILKA konnten wir vor dem Lockdown noch viele Lebensmittel kaufen (u. a. Säcke mit Reis, Nudeln, Mehl, Sonnenblumenöl, Zucker, sogar Bonbons für Kinder). All das können wir nun gezielt weitergeben, um so die Not zu lindern. Manche Bedürftige wohnen eigentlich zu weit weg (mehr als 2 km), riskieren es aber trotzdem zu kommen, weil es sich rumspricht, dass es dort Hilfe gibt, und sie sonst keinen Ausweg sehen. Mitarbeiter, die außerhalb der Stadt wohnen, können dort in der Umgebung direkt Hilfe leisten. Die Hilfsempfänger sind überaus dankbar.

Über das Internet pflegen wir die Gemeinschaft mit den Glaubensgeschwistern. Wir singen zusammen über eine Online-Plattform, ermutigen einander mit Bibelworten und beten miteinander.“

 

Im Studio von LICHT IM OSTEN Kasachstan wird von den Mitarbeitern täglich eine geistliche Videobotschaft aufgenommen, die übers Internet verbreitet wird.

Anuar Tuleuow, Leiter von LIO-Kasachstan, berichtet, wie ihn ein Glaubensbruder aus dem Norden des Landes in diesen Tagen anrief:

„Ich weiß nicht, was ich noch machen kann. Meine Frau erhielt einen Anruf von einer Frau, die sie um Hilfe bat. Sie war früher mal in die Sonntagsschule gegangen. Nun ist sie 30 Jahre alt, hat ein vierjähriges Kind und ist schwanger. Ihr Ehemann hatte sie verlassen und ist nach Astana gegangen. Ihre Schwester, bei der sie untergekommen war, verlangte von ihr, das Kind abzutreiben. Das aber wollte die Frau nicht tun, weil sie Gott fürchtet. Daraufhin hat ihre Schwester sie aus dem Haus geworfen. Jetzt lebt sie in einer Wohnung, die in einem sehr schäbigen Zustand ist. Soweit wir ihr mit Lebensmitteln helfen konnten, haben wir es getan. Aber es ist sehr kalt bei ihr im Haus."

Anuar berichtet weiter: „Im Norden Kasachstans ist es auch zu dieser Jahreszeit noch sehr kalt. Wir haben uns am Telefon beratschlagt und für die Frau gebetet. Mit dem Geld, das wir dann dem Glaubensbruder schickten, konnten er und seine Frau Kohle und Brennholz kaufen und beides der Frau vorbeibringen. So hoffen wir, dass nicht nur Wärme in ihre Wohnung, sondern auch Hoffnung in ihr Herz einzieht. Ein stiller Begleiter mag ihr dabei auch ein Wandkalender in ihrer Wohnung sein, den das Ehepaar bei dem Besuch entdeckte. Er enthält Bibelverse und ist von LICHT IM OSTEN.“

 

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