Abendmahl trotz Versammlungsverbot

Abendmahl trotz Versammlungsverbot

8.4.2020

Abendmahl in St. Petersburg gemeinsam vor dem Bildschirm

Pjotr Lunitschkin schreibt. „Für uns als Christen spielt das Abendmahl eine wichtige Rolle und gerade am Gründonnerstag darf es nicht fehlen. Deshalb haben wir trotz Versammlungsverbot einen Weg gefunden, ein gemeinsames Abendmahl zu feiern – jeder vor seinem Bildschirm.
Vor Kurzem hatten wir bereits eine solche Abendmahlsfeier. Wir haben unseren Gemeindegliedern im Vorfeld mitgeteilt, dass jeder sich Brot und Wein bzw. Traubensaft besorgen und zuhause bereitstellen soll. Wir hatten uns gefragt, ob es möglich ist, auf diese Weise das Mahl zu feiern. Doch die Frage war dann für uns viel mehr – warum nicht? Brot und Wein erinnern daran, was Jesus für uns Menschen in seiner Liebe zu uns getan hat, dass er seinen Leib für uns gegeben und sein Blut für uns vergossen hat. Wenn der Pastor das Brot in die Hand nimmt und betet und wenn er den Kelch in die Hand nimmt und betet, dann dankt er ja schließlich nicht dem Brot und dem Wein vor sich, sondern Gott dem Schöpfer für sein Liebesgeschenk durch Jesus Christus an uns.

Während dieser Online-Feier beteten wir gemeinsam und, nachdem der Pastor die Einsetzungsworte aus Matthäus 26,26-28 gesprochen und Gott gedankt hatte, nahm jeder für sich daheim, aber gemeinsam mit allen anderen vor dem Bildschirm Brot und Wein zu sich.

Die Teilnehmer waren voller Freude. Eine Frau sagte: ‚Mein ungläubiger Mann hat mich das erste Mal auf den Knien betend gesehen. Ich bin erst seit Kurzem gläubig und davor war es mir ihm gegenüber immer peinlich, meinen Glauben zu leben. Doch dank des Online-Abendmahls habe ich mich nicht mehr versteckt und konnte so meinem Mann zeigen, was mir wichtig geworden ist.‘“

 

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