TROPINKA-Kinderchor 2011

 

Kinderstimmen aus dem russischen Kaukasus unterwegs zu Gast in Deutschland

Nach ca. 3.000 km Anreise in einem Kleinbus startete der kaukasische Kinderchor TROPINKA am 24. Juni seine Tournee in Berlin.  Nach weiteren 1.500 km auf deutschen Straßen beendete der Chor nach 23. Veranstaltungen am 10. Juli im schwäbischen Schönaich bei Stuttgart seine Reise durch die Republik.


Der missionarische TROPINKA-Kinderchor ist mit seinen zwölf 9-16jährigen Sängern und Sängerinnen in Wladikwakas, der Hauptstadt von Nord-Ossetien im Kaukasus, zuhause. Kinder aus christlichen Familien und Kinder aus Familien ohne christlichen Hintergrund studieren unter der Leitung der Chorleiterin Elmira Dschanaewa unterschiedlichste Lieder zu verschiedenen Themen ein und führen diese im Kaukasus bei evangelistischen Veranstaltungen der Partner-Mission von LICHT IM OSTEN, der Nord-Ossetischen Mission, in Gefängnissen, Seniorenheimen, Kasernen, Kinderheimen, Schulen und Behinderteneinrichtungen auf.


Alle zwei Jahre kommt der Kinderchor auch nach Deutschland, mit Ausnahme des vergangenen Jahres. In 2010 kam der Chor mit einer speziellen Tour zusätzlich nach Deutschland, um für Menschen im Osten der Republik zu singen. (Wir berichteten auf der LICHT IM OSTEN Internetseite.)


Die Kinder, von denen einige noch keine entschiedenen Christen waren, haben mit ihren Stimmen und den mitgebrachten Liedern wieder viele Herzen von kleinen und großen, jungen und alten Besuchern in den unterschiedlichsten Gemeinden erfreut. Darunter waren russlanddeutsche Gemeinden, Landeskirchen und freie Gemeinden landauf, landab. Pjotr Lunitschkin, der Leiter von LICHT IM OSTEN Russland, berichtete zwischen den Liedern über die Situation im Kaukasus und über die positive Veränderung von Menschen in dieser krisengeschüttelten Region durch das rettende und Hoffnung spendende Evangelium von Jesus Christus.


Zum Abschied sangen die Kinder den Mitarbeitern von LICHT IM OSTEN zwei Lieder und so manche Träne des Abschieds lief über die Wangen der Kinder und der Mitarbeiter. Trotz der gewaltigen geografischen Entfernung zum Kaukasus war zu spüren, dass alle zu der großen Familie Gottes gehören und sich in gegenseitiger Dankbarkeit schätzen und lieben. Große Freude breitete sich aus, als Valerij Lunitschkin (Direktor der Nord-Ossetischen Mission in Wladikwakas) in seiner Abschiedsrede erzählte, dass sie mit dem Wunsch nach Deutschland kamen, um hier Menschen das Evangelium weiterzusingen und zu -sagen. Doch es entwickelte sich augenscheinlich noch etwas ganz anderes. Von den Veranstaltungen wurde nicht bekannt, dass eine Person ein Leben neu mit Jesus begonnen hat, aber vier Mädchen aus dem Chor haben sich auf der Reise für ein neues Leben mit Jesus als ihrem Erlöser entschieden. Jedes der vier Kinder erhielt eine eigene russische Bibel geschenkt. Manchmal geht Gott weite Wege, um das Herz eines Menschen zu gewinnen. Davon zu hören war ein sehr bewegender Augenblick.


Die Kinder hatten auch ein wenig Zeit, Deutschland kennenzulernen und manches Interessante anzusehen.  Neben einer Rundfahrt im Hamburger Hafen und auf den Spuren des Rattenfängers von Hameln konnten sie an einem freien Tag das Legoland bei Ulm besuchen. Das war ein Riesenspaß  für die Kinder. Dies sind besondere Erlebnisse, die sie ihr ganzes Leben nicht vergessen werden, und bei der großen Zahl an Auftritten wichtige Momente für die Freundschaft untereinander und der Erholung zwischendurch.


Wir bedanken uns bei allen, die diese Tournee finanziell und im Gebet unterstützt haben. Auch allen Gemeinden gehört unser Dank, dass Sie mit einer großen Gastfreundschaft den Chor eingeladen, bewirtet und untergebracht haben. Wir Mitarbeiter von LICHT IM OSTEN sind dankbar für die Gelegenheiten, unser Missionswerk und unsere Projekte vorstellen zu können, und freuen uns, wenn der Kontakt auch in Zukunft bestehen bleibt.

Claus Lange
Licht im Osten