Lili Paraschivescu

Ein segensreicher Sommer

 

Aus dem Rundbrief unserer Missionarin Lili Paraschivescu, Oltenien, Rumänien

 

Gott schenkte mir in diesem Jahr mehrmals die Möglichkeit für kürzere Zeit in Deutschland zu sein, um humanitäre Transporte vorzubereiten. So haben wir in Deutschland Möbel, Haushaltsgegenstände und Kleidung gesammelt
und nach Rumänien transportiert. Diese Arbeit ist oft sehr aufwändig, dennoch bin ich so dankbar für die nötige Kraft und dafür, dass dadurch verschiedenen Menschen weitergeholfen werden konnte.


Einen Tag nach Ankunft von meiner letzten Fahrt begannen die Vorbereitungen auf die geplante Kinderfreizeit in Copaceni. In den vorangegangenen Monaten war ich wöchentlich dort, um mit den vielen Kindern des Dorfes Kinderstunden durchzuführen. Außerdem half ich der Gemeinde das Gemeindehaus weiter auszubauen und alles für die geplante Kinderfreizeit im Sommer vorzubereiten.


Während der Freizeit waren wir ca. 30 Mitarbeiter, darunter 15 rumänische Jugendliche, die zum Teil von ca. 400 km Entfernung anreisten. Ein Pastor mit seiner Frau war uns die ganze Freizeit eine große Hilfe. Über die älteren Geschwister der Gemeinde konnte ich nur staunen. Sie waren schon weit über 60 Jahre alt. Täglich legten sie zu Fuß 5 km von zuhause zur Gemeinde zurück, um uns zu helfen. Alle hatten große Freude, Jesus zu dienen.


Jeder gab das Allerbeste für die ca. 100 uns anvertrauten Kinder. 30 Kinder holten wir aus verschiedenen Orten ab, und diese schliefen im Gemeindehaus. Die anderen kamen täglich aus Copaceni dazu. Tagsüber nahmen sie am Programm teil, abends gingen sie zum Schlafen nach Hause.


Das Thema der Freizeit lautete: „Gott interessiert sich für dich.“ Neben dem Bibelstudium wollten wir auch eine freundschaftliche, persönliche Beziehung zu den Kindern aufbauen. Denn wir kennen teilweise die Familiensituationen, in denen die Kinder leben. Es sind schreckliche Ereignisse, die viele Kinder in ihrem kurzen Leben erfahren haben. Einige Kinder wurden missbraucht, manche haben keine Eltern, andere sind von Kind auf in okkulte Praktiken verstrickt. Unser größter Wunsch und unser Gebet war es, Licht in die Dunkelheit dieser Kinderherzen zu bringen. Einige der Kinder öffneten sich tatsächlich und vertrauten sich uns Mitarbeitern an. Bei einem Jungen, der während der Freizeit zum Glauben kam, veränderte sich sichtbar sein Verhalten. Dies fiel sogar den anderen Kindern auf. Er konnte jetzt auch endlich wieder nachts ruhig schlafen und hatte immer den Wunsch, überall mitzuhelfen. Vor allen Kindern bekannte er öffentlich, dass er sein Leben dem Herrn Jesus übergeben hatte.


An einem Nachmittag besuchte der orthodoxe Priester des Ortes mit ca. 20 Kindern unser Kinderprogramm. Am Schluss konnten wir allen die Kinderzeitschrift FELINARUL weitergeben und eine schöne CD mit Liedern. Der Priester und die Kinder waren so offen, dankbar und fröhlich darüber, mit uns diese Zeit zu verbringen. Wir erlebten die Gegenwart Gottes in unserer Mitte.


Jeden Abend wurde von unseren Mitarbeitern eine Missionsgeschichte aus Afrika dargestellt. Zu diesen Aufführungen kamen ganz viele Erwachsene aus dem Dorf dazu, die diese reale Fortsetzungsgeschichte bis zum Ende sehen wollten. Somit verbanden wir die Abende mit einem Evangelisationsprogramm für die Erwachsenen.


Mit unendlich dankbarem Herzen blicke ich auf diese Wochen zurück und staune über das Handeln Gottes.

 

 

Lili Paraschivescu

Missionarin in Oltenien, Rumänien


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