Schirinaj Dossowa

Alles hat seine Zeit

 

Die Gültigkeit dieser biblischen Wahrheit stellt unsere Missionarin in Moskau, Schirinaj Dossowa, auch für ihren Dienst fest und schreibt uns in ihrem aktuellen Informationsbrief folgende Zeilen:

 

Herzlichen Dank für Ihre Gebete und Ihre Liebe zu mir. Wir arbeiten nach wie vor in Moskau und besuchen weiterhin die Bahnhöfe. Die Menschen dort hören meistens gut zu. Zwar können wir keine langen Reden halten, denn die ständigen Durchsagen stören uns. Doch wir verkündigen das Wichtigste: Christus ist für unsere Sünden gestorben, er ist auferstanden und wird wiederkommen. Es wird ein Gericht Gottes geben, doch jeder, der an Christus glaubt, kommt nicht ins Gericht, sondern hat das ewige Leben. Nach solch einer Kurzpredigt verteilen wir christliche Schriften.

 

Diesen Dienst in Bahnhöfen verrichten hauptsächlich meine Schüler und Mitglieder der Gemeinde. Ich bin so froh, dass ich sie anlernen durfte und, was noch wichtiger ist, sie zu diesem Dienst ermutigen und ihnen die Freude, Jesus zu bezeugen, vermitteln konnte. Ich selbst kann wegen meiner Stimme in den Bahnhöfen nicht mehr predigen, denn sobald ich laut rede, versagt meine Stimme und ich kann dann gar nicht mehr sprechen. Man muss alles zu seiner Zeit tun, weil die Zeit kommt, da man nicht mehr kann. So warnt uns die Schrift. Preis dem Herrn, dass ich das getan habe, was ich tun konnte. Und ich freue mich so darüber, dass ich die Zeit nicht vergeudet habe und das Evangelium soweit verkündigt habe, wie es mir nur möglich war.

 

Doch die geistliche Arbeit ist nicht weniger geworden, sondern, wie mir scheint, eher mehr. Denn, wie Christus sagte, „die Ernte ist groß“. So gibt es viel missionarische Arbeit für mich sowie das Unterrichten an verschiedenen theologischen Ausbildungsstätten, in Gemeinden und im Radio. Vor Kurzem war ich in Zentralasien. Es freut mich, dass es dort viele aktive Christen unter ehemaligen Muslimen gibt. Ich schicke Ihnen ein Foto. Es zeigt eine Bibelstudiengruppe, deren Teilnehmer zur Hälfte ehemalige Muslime sind. Bitte beten Sie für sie. Ich freue mich, ihnen meine Erfahrungen in der missionarischen Arbeit unter Muslimen weitergeben zu können.

 

Wenn Sie diese Zeilen lesen werden, komme ich gerade von einem Besuch in einem zentralasiatischen Land zurück. Liebe Freunde, bitte beten Sie ganz besonders für die Christen dort. Sie haben es sehr schwer. Ich kenne in einem zentralasiatischen Land eine Christin, die vor Kurzem in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde, weil sich Christen in ihrem Haus zum Bibelstudium versammelten. In der Klinik gab man ihr fürchterliche Spritzen, so dass sie weder sitzen noch liegen oder gehen konnte. Doch sie erzählt, wie Christus ihr diese ganze Zeit beistand und dass sie fortwährend für alle gebetet hatte, ganz besonders für ihre Peiniger. Und als sie schon um den Tod für sich betete, erschien ihr Christus und sagte: „Fürchte dich nicht. Ich bin bei dir.“ Am nächsten Tag weckte man sie in aller Frühe auf, gab ihr die beschlagnahmte Bibel, Hefte und Kugelschreiber zurück und sagte: „Geh heim!“ Diese Schwester leitet weiterhin einen Hauskreis bei sich zu Hause. Und wieder kam ein Polizist zu ihr. Sie erzählte ihm von Christus und sagte, sie würde für ihn, den Polizisten, beten. Dieser antwortete: „Danke, bete weiterhin für mich!“ und ging. Zurzeit wird sie in Ruhe gelassen.

 

Doch nicht alle bleiben so fest in solchen Situationen. Die Menschen haben Angst vor den Behörden, denn sie wissen, was Christen in solchen Krankenhäusern und Gefängnissen angetan wird. In einer kleinen Siedlung z.B. wurden Christen dieses Landes bedroht; sie verbrannten aus Angst alle Bibeln, die zum Verteilen bestimmt waren. Ich weiß nicht, wie ich eine solche Tat kommentieren soll. Bitte beten Sie für diese Menschen.

 

Und auch ich brauche Ihre Gebete. Vielen Dank, meine lieben, treuen Freunde. Möge der Herr es Ihnen hundertfältig vergelten. 

 

Schirinaj Dossowa

Missionarin in Moskau und Zentralasien


Wenn Sie für den Dienst von Schirinaj Dossowa beten wollen, versorgen wir Sie gerne mit aktuellen Informationen. Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail genügt. Bei Überweisungen zugunsten ihres Dienstes geben Sie bitte die Projektnummer 65747 an. Vielen Dank!

Bankverbindung LICHT IM OSTEN

 

KTO-Nr: 9 953 330

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Verwendungszweck: 65747 Schirinaj Dossowa