Wolfgang Wetzler

Liebe Freunde,

 

vor langer Zeit gab es ein ganz besonderes Licht im Osten. Ein Stern leuchtete am nächtlichen Himmel über einem Stall in Betlehem. Sein Licht wies auf ein viel größeres Licht hin, auf Jesus Christus, das Licht der Welt. Jesus wurde in eine Familie hineingeboren. Daraus entstanden Familienbeziehungen ganz besonderer Art. Bereits der Umstand seiner Geburt von einer Jungfrau war für Josef zunächst nicht einfach. Zwölf Jahre später erntete Jesus als Junge von seinen Eltern Unverständnis für seinen ausgedehnten Aufenthalt im Tempel, dem Haus seines himmlischen Vaters (Lk 2,50). Als Erwachsener bezeichnete Jesus eine große Anzahl versammelter Menschen als seine „Schwestern und Brüder“ und zwar just in dem Augenblick, als seine leibliche Familie dazu stieß (Mk 3,34-35). Seine Mutter fragte er auf einer Hochzeit: „Wasgeht’s dich an, Frau, was ich tue?“ (Joh 2,4) Schließlich äußerte sich Jesus scheinbar distanzierend gegenüber seinen Brüdern, die nicht an ihn glaubten: „Die Welt kann euch nicht hassen. Mich aber hasst sie.“ (Joh 7,7)

 

Auch wir stehen in familiären Beziehungen, meistens jedenfalls. Und auch bei uns gibt es – bei aller Liebe, die wir sicherlich haben und die Jesus ganz bestimmt hatte – Reibungspunkte. Nicht selten gerade deshalb, weil wir, wie auch Jesus, als Christen einer zweiten Familie angehören: der Familie derer, „die den Willen Gottes tun“ (Mk 3,35).

 

Worin aber besteht der Wille Gottes im Familienalltag? Wie verhalten sich meine beiden „Familienmitgliedschaften“ zueinander? Was, wenn beide Familien sich gar nicht kennen? Um solche Fragen geht es bei diesem Thema.

 

Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich gewinnbringende Einblicke beim Lesen, Gottes Segen zum Weihnachtsfest und für das kommende Jahr 2010. Vielen Dank für Ihre Verbundenheit mit dem Wirken Gottes im Osten!

 

Im Namen aller Mitarbeiter und Missionare grüßt Sie herzlich


Wolfgang Wetzler
Redakteur des Missionsmagazins LICHT IM OSTEN


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