Christina und Vitalij Pokikdo

Christina und Vitalij Pokidko erzählen aus ihrem Dienst

 

Die Republik Moldau ist ein kleines Land mit etwa3,56 Millionen Einwohnern. Wirtschaftlich zählt eszu den ärmsten Europas. Moldawien liegt jedoch ander Spitze, was die Zahl angeworbener Mädchen zu dubiosenJobangeboten im Westen mit dem Ziel der Zwangsprostitutionanbelangt. Menschen verwickeln sich in diese Sklaverei,weil sie Arbeit suchen. Wir stellen fest: Das größte Problemist eigentlich nicht die Welt-Wirtschaftskrise, von der dieMoldauer behaupten, sie sei bei ihnen zu Hause, sondern dieseelische Krise. Darum ist es uns so wichtig, dass unserDienst geistliche Früchte trägt.

 

Der Schmerz unseres Volkes sind die Menschen, die unserLand aufgrund der schlechten Wirtschaftslage verlassen haben.Ungefähr eine Million unserer Bürger arbeiten im Ausland.Ich sage es ganz aufrichtig. Wenn wir nicht von Gott inden Dienst gerufen worden wären, dann wären wir auch imAusland. So aber leben wir in Moldawien, einem kommunistischen Land. Die Unruhen aufgrund der letzten Wahlen habeneinen großen Schaden für unsere Wirtschaft gebracht. Um diesen Schaden wieder gut zu machen, braucht das Land30 Millionen Euro. Mich als Mutter schmerzt es ganz besonders,dass unser Präsident die Gelder aus dem Bereich derBildung nehmen will. Die Reaktion der Studenten darauf: „Unsere Eltern sind im Ausland und arbeiten dort. Wenn sichin diesem Land nichts ändert, werden auch wir so bald wiemöglich ins Ausland gehen.“ Und ich glaube ihnen.

 

Aber es gibt auch einen Lichtstrahl im Reich der Finsternis:christliche Missionen, die unserem Land dienen. Eine dieser Missionen ist LICHT IM OSTEN. Die Mission heißt nicht nurso – sie bringt den Menschen wirklich Licht.

 

Unser Dienst bei LICHT IM OSTEN begann 2004. Damals trafen wir die Entscheidung, als Missionare nach Sibirien zu gehen. Wir wurden angefragt, dort eine neue Gemeinde zu gründen. Zunächst noch haderte ich in meinem Herzen:„Ach, Herr, wer geht schon freiwillig nach Sibirien? Warum sollen wir mit der Familie freiwillig in diese Wüste gehen?“ Aber die Frage ist: Wohin geht der Herr? Wir haben dann verstanden, dass der Herr in Sibirien etwas vorhat und uns einlädt, mitzukommen. Das haben wir dort auf eine ganz besondere Art und Weise erfahren. Um eine Gemeinde zu gründen, muss man einen Ort haben, an dem man sich versammelt. Wir wollten in der Stadtmitte einen Saal mieten. Da war ein Kinogebäude mit alten, vergammelten Holzstühlen. Ich trat ein, und es kam mir gleich vertraut vor. Im Büro der Geschäftsführerin waren sämtliche Wände mit Ikonen behängt. Ich hatte Angst und dachte, man würde uns sicher nicht erlauben, hier unsere Gottesdienste zu feiern. Da sagte die Frau: „Ich vermiete euch den Saal. Aber nur mit einer Bedingung: Ich muss immer dabei sein, um zu sehen und zu hören, was da geschieht.“ Nach drei Wochen fand sie zum lebendigen Glauben, und auch ihre Tochter. Die Direktorin sagte: „Vitalij, Gott ist in mein Büro gekommen. Er hat mich an meinem Arbeitsplatz gefunden. Ich habe ihn überall gesucht. Und er hat euch irgendwo in Moldawien gefunden und zu mir ins Büro geschickt.“


Später hatte unser Sohn große gesundheitliche Probleme. So waren wir gezwungen, wieder nach Moldawien zurückzukehren. Dort fanden wir eine weit offene Tür für das Evangelium. Aber alleine können wir den Dienst nicht ausrichten. Deshalb haben wir ein Team bei LICHT IM OSTEN Moldawien. Wir sind 11 Mitarbeiter und 23 ehrenamtliche Helfer.


Unsere Bücher und Zeitschriften sind eine wichtige Grundlage für alle unsere Unternehmungen. Wir verteilen sie in verschiedenen Sprachen: Russisch, Rumänisch und Ukrainisch. Da wo wir selbst nicht hinkommen, und wo man uns wahrscheinlich auch gar nicht hineinlassen würde, da kommen die Zeitschriften mit dem Evangelium hin. Vor ein paar Monaten war ich z.B. in einem Gefängnis, in dem Leute lebenslange Haftstrafen absitzen. Durch den engen Flur brachte man uns zu einer Gefängniszelle. „Evangelische Kirche“ stand auf dem kleinen Schild vor der Tür. Wir betraten ein einfaches Zimmer, in dem Leute das Evangelium hören und mehr über Gott erfahren können. Es lagen unsere Bibeln und andere christliche Bücher sowie unsere verschiedenen Zeitschriften aus. Wie gut zu wissen, dass das Wort Gottes stark und lebendig ist. Gott kann wirken auch ohne unser Zutun. Deshalb sind geistliche Literatur und das Wort Gottes so wichtig in unserem Dienst.


Ein anderer Arbeitsbereich ist der Unterricht an öffentlichen Schulen. Wir warten nicht, bis die Leute zu uns in die Kirchen kommen, sondern wir gehen zu ihnen. In den Schulen unterrichten wir christliche Ethik. Dabei können wir dann Beziehungen zu den Schülern aufbauen. Zu Hause erzählen sie ihren Eltern von dem Unterricht. Auf diese Weise werden wir dann auch zu Elternabenden eingeladen.


Wir erleben es immer wieder, dass junge Menschen zu uns kommen und uns Dinge erzählen, die sie wahrscheinlich sonst niemandem anvertrauen würden. Manche meinen, keiner liebt sie. Andere spielen mit dem Gedanken, ihr Leben zu beenden. Oft ist Einsamkeit der Auslöser. Ihre Eltern sind irgendwo weit weg, um Geld zu verdienen. Sie selbst leben wie Waisenkinder. Durch unseren Unterricht haben sie die Möglichkeit, mit einer Person über ihre Probleme zu sprechen. Die höheren Klassen informieren wir auch über die Problematik des Menschenhandels. Z.B. fragen wir die Kinder Folgendes: „Du bekommst ein Angebot, nach Lappland zu gehen. 2.000 Euro im Monat kannst du dort verdienen. Erdbeeren pfl ücken! Würdest Du hingehen?“ Die meisten sagen: „Für dieses Geld gehe ich gerne Erdbeeren pflücken.“ Und wir erklären ihnen: „In Lappland gibt es keine Erdbeeren. Ihr müsst genau prüfen, was man euch anbietet, damit ihr nicht auf solche Angebote reinfallt.“ Wir haben fünf Lehrer, die in Moldawien unterwegs sind und Unterricht halten. Bitte beten Sie für diesen Dienst, dass er Frucht für das Reich Gottes bringt.


Mit sportlichen Aktivitäten wie Volleyball und Fußball laden wir junge Leute ein, die ihre Zeit mit Nichtstun verbringen. Aber wir haben eine Bedingung: Sie dürfen nur dann mit uns Sport machen, wenn sie auch gleichzeitig den Kurs „Christ sein“ belegen. Wir sehen, dass Gott Frucht schenkt. Es gibt Sportler, die Christen geworden sind und sich taufen ließen. Heute sind sie treue Mitarbeiter.


Ohne Nacharbeit wäre es jedoch sinnlos, all diese Aktivitäten durchzuführen. Unsere Freunde und Geschwister im Herrn sind an verschiedenen Orten in Kinder-Klubs tätig. In den Schulen können wir die Kinder zu Hauskreisen, Bibelkreisen
und Sommerfreizeiten einladen, manchmal sogar ganze Schulklassen.


Menschen, die Gott ablehnen, haben oft schlimme Folgen zu tragen. Es gab da ein Mädchen, das eigentlich sehr am christlichen Glauben interessiert war. Doch ihre Mutter war dagegen. Sie sagte: „Lieber wirst du eine Prostituierte, als dass du in die Kirche gehst.“ Es vergingen drei oder vier Jahre, und sie wurde eine Prostituierte. Die Mutter kam dann in die Kirche und bat, dass man doch irgendetwas unternehme, damit die Tochter sich ändert. Aber die Tochter wollte nicht mehr.


Wir sehen unseren Auftrag darin, dass wir Kindern, Teenagern und Jugendlichen Gottes Wort nahe bringen. Davon hängt ihre Zukunft ab.

 

Wenn Sie den Dienst von Vitalij Pokidko unterstützen wollen, freuen wir uns sehr. Bitte geben Sie bei Ihrer Überweisung die Projektnummer 65739 an. Vielen Dank!

 


Bankverbindung LICHT IM OSTEN

 

KTO-Nr: 9 953 330

BLZ 604 500 50

Kreissparkasse Ludwigsburg

IBAN DE53 6045 0050 0009 9533 30

SWIFT/BIC SOLA DE S1 LBG

 

Verwendungszweck: 65739 Vitalij Pokidko